Donnerstag, 20. Juli 2017

*Rezension* "Magica" von Saskia Stanner





" Kopfschüttelnd öffnete ich die Augen wieder und ließ eine Rose, die auf dem Fensterbrett stand, verdorren, indem ich ihr das Wasser entzog. Jonathan hatte sie mir erst vor wenigen Tagen geschenkt. Leise versprach ich mir, die Blume erst wieder erblühen zu lassen, wenn ich einen Gefährten hatte. Davor würde sie ausgetrocknet auf dem Fensterbrett stehen und mich immer daran erinnern, wie sehr mich Jonathan verletzt hatte."




Zum Buch

In ihrem Stamm ist Kristy eine besondere Hexe. Durch ihre außergewöhnlichen Kräfte hat sie vielzählige Verantwortungen und fühlt sich als Person hinten angestellt. Als ein neuer Earl mit seiner Familie in ihre Nähe zieht wird ihre Neugierde geweckt und ihr Leben wird auf den Kopf gestellt. Als ihr unerwartet dann auch noch ein bekannter Hexenjäger über den Weg läuft ändert sich ihr Leben grundlegend.

Das Cover des Buches ist düstern und ich nachdem Lesen des Buches finde ich es passt wunderbar zu Saskia's Werk. Die Zeit der Hexenverfolgung war für viele Frauen nicht leicht und das versteckte Mädchen zeigt die Zurückhaltung die manche Frau am Tag legen musste. 

Der Schreibstil von Saskia ist flüssig und passt wunderbar zu der gewählten Zeit des 17. Jahrhunderts. Die verschachtelten Sätze, mit den teilweise kurzen Satze finde ich sehr toll, es wirkt immer der Situation angepasst.Ich habe das Buch an einem Tag gelesen, es flog nur so vor sich hin. Der Klappentext verriet nicht sehr viel über das Buch, umso gespannter war ich dann. Die Handlung war teilweise absehbar, wartete jedoch mit vielen unerwarteten Momenten auf. Die Geschichte wurde aus der Perspektive von Kristy, Jonathan und dem Hexenjäger (in Form von Tagebucheinträgen) erzählt. Besonders die unterschiedliche Darstellung und der leicht variierende Schreibstil zwischen den unterschiedlichen Protagonisten machen das Buch zu etwas besonderen. Als Leser war man sich sofort bewusst in welcher Perspektive man gerade liest. Etwas was mir wichtig ist, besonders wenn man das Buch zwischendurch mal aus der Hand legt.

Zu Beginn lernen wir Kristy und ihr Leben kennen. Durch ihre Kräfte wird ihre Person im Hintergrund gedrängt und sie fühlt sich oft eingeengt durch die große Verantwortung. Einen Charakter, mit welchen sich der Leser leicht identifizieren kann. Sie ist erst 16 Jahre alt und wartet auch mit der ein oder anderen Trotzreaktion auf, welches dem Alter entsprechend gut gelungen ist.
Jonathan hat eine besondere Eigenschaft, welche ich in dieser Form nicht erwartet habe. Dies kam für mich sehr überraschend - weswegen ich auch nichts weiter darüber verraten möchte. Dies in Kombination mit dem Hexen hat mir gut gefallen und ich finde die Umsetzung ist gelungen.

Der Ort der Handlung und die Begebenheiten werden entsprechend erläutert, so dass sich der Leser schnell in die Zeit einfinden kann und in die Welt der Hexen. Hier ist noch Potenzial vorhanden, ein zweiter Band ist auch bereits in Planung.



Fazit

Das Werk von Saskia hat mich überrascht, denn es bot viel mehr als ich erwartet hatte. Es gibt die ein oder besondere Stelle, die mich richtig gefesselt hat. Obwohl ein weiterer Band geplant ist, ist dieses Werk in sich geschlossen und ohne fiesen Cliffhanger. 



Allgemeines

Erscheinungsdatum: Dezember 2016
Format: Print
Seitenanzahl: 300

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