Montag, 16. Januar 2017

Rezension "Nujeen - Flucht in die Freiheit" von Nujeen Mustafa und Christina Lamb

 


Allgemeines

Erscheinungsdatum: 10.10.2016
Verlag: HarperCollins
ISBN: 9783959670753
Format: Print Buch
Seitenanzahl: 432




Zum Buch

In dieser Biographie lernen wir Nujeen kennen, eine körperlich behinderte Kurdin, welche in Syrien aufwächst. Wir wachsen mit ihr auf, erleben die Revolution und den Ausbruch des Krieges. Durch den Krieg gezwungen begibt sie sich mit ihrer Schwester und einen Teil ihrer Familie auf die Flucht, mit den Ziel Deutschland.

Das Cover ist passend zur Biographie gestaltet und von den Details schlicht gehalten. Der Leser stellt sich direkt Nujeen vor und entwickelt von Anfang an einen persönlichen Bezug. Auch die enthaltenen Bilder in der Mitte des Buches unterstützen dies.

Der Schreibstil ist locker, zeitweise eher reserviert was passend zur Geschichte gewählt wurde. Da die Geschichte auf wahren Begebenheiten basiert möchte ich gar nicht weiter darüber berichten. So etwas zu erleben ist für viele Menschen etwas unvorstellbares und für kranke oder behinderte Menschen ist dies eine besondere Herausforderung. Viele Menschen wissen nicht wie es wirklich in den Kriegsgebieten vor sich geht und dies bietet einen guten Eindruck und der Leser entwickelt Empathie. Auch warum sich die Menschen auf die Flucht begeben und welche Schwierigkeiten ihnen dabei begegnen. Dieses Buch stellt dies sehr gut da, wobei nicht außer Acht gelassen werden darf, dass Nujeen und ihre Schwester eine etwas andere Reise durchgemacht haben. Nujeen begegnet dieser Flucht auch mit einer anderen Seite: sie lernt andere Ländern kennen, probiert gelerntes anzuwenden, wirkt humorvoll. An manchen Stellen, z.B. an der Überfahrt nach Griechenland über das Meer merkt man, wie jung sie noch ist und das sie wenig entdecken konnte in ihrer Kindheit, auch durch die Erkrankung. Sie nimmt die Fahrt als Abenteuer wahr und nimmt Neues in sich auf.

Die Reserviertheit beim Schreibstil und das Fehlen an Dialogen führt bei mir für einen Stern Abzug, da an einigen Stellen es für eine Biographie sehr distanziert wirkt, was man bei diesen schrecklichen Erlebnissen nachvollziehen kann.

Fazit

Eine eindrucksvolle Biographie wo der Leser mehr über syrisch-kurdische Flüchtlinge lernt, den Schwierigkeiten der Flucht begegnet und der Ankunft in einem fremden Land.






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